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Gewalt gegen Frauen

Frauenhaus-Suche

Ein Frauenhaus bietet gewaltbetroffenen Frauen und deren Kindern zu jeder Tages- und Nachtzeit Zuflucht und Schutz.

Ab sofort kann unter www.frauenhaus-suche.de tagesaktuell die Aufnahmekapazität aller Frauenhäuser und Schutzwohnungen bundesweit öffentlich eingesehen werden!

Die Veröffentlichung dieser Seite stellt einen Meilenstein im Schutz gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder dar. Von jetzt an können gewaltbetroffene Frauen selbstständig sehen wo sie aktuell Schutz und Unterstützung in einem Frauenhaus / einer Schutzwohnung erhalten.

Ebenso werden unterstützende Institutionen und Personen in die Lage versetzt, direkt, ohne Umwege über Dritte, einen Frauenhausplatz zu finden.

Das Frauenhaus/ Schutzwohnung ist offen für Frauen, die von körperlicher, seelischer, sexualisierter oder ökonomischer Gewalt betroffen sind. Es ist egal, ob Sie geschlagen, beleidigt oder bedroht wurden, eine Vergewaltigung erlebt haben oder Ihnen der Zugang zu Geld verwehrt wurde. Der Schutz in einem Frauenhaus/ einer Schutzwohnung besteht für alle Frauen, unabhängig von ihrer Herkunft, finanziellen Situation, Religion, sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität.

Auch Frauen, die keine körperliche Gewalt erleben, können Zuflucht in einem Frauenhaus/ Schutzwohnung suchen.

Jede Frau, unabhängig von ihrem Einkommen, kann in einem Frauenhaus/ Schutzwohnung anrufen, um Hilfe zu finden.

Hilfetelefon (08000 116 016)

Abbildung Logo Hilfetelefon
Abbildung Logo Hilfetelefon

Das Hilfetelefon - Unterstützung für Frauen in Not!

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei erreichbar: Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" startete im März 2013 und ist das erste 24-Stunden-Beratungsangebot für Deutschland, das unter der Nummer 08000 116 016 und per Online-Beratung vertraulich und kostenfrei Hilfe und Unterstützung bietet – an 365 Tagen, rund um die Uhr, anonym, mehrsprachig und barrierefrei. 

Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe. Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Istanbul-Konvention (=Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt)

Abbildung Broschüre Istanbul Konvention
Abbildung Broschüre Istanbul Konvention

Die Istanbul-Konvention ist ein internationales Abkommen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Der Europarat hat 2011 die Konvention (=das Übereinkommen) zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (=umgangssprachlich Istanbul-Konvention, weil sie dort unterzeichnet wurde) als völkerrechtlichen Vertrag ausgefertigt.

Am 1. Februar 2018  trat das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, für Deutschland in Kraft.

Mit Inkrafttreten des Übereinkommens verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen, alles dafür zu tun, um physische oder psychische Gewalt (Schwerpunkt ist dabei die geschlechtsspezifische Gewalt wie Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, erzwungene Abtreibung, Genitalverstümmelungen und Zwangsehen) gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Gewalt zu verhindern.

Die Türkei ist im März 2021 aus dem völkerrechtlichen Vertrag ausgetreten. Präsident Erdogan begründete den Schritt damit, dass die Konvention die Einheit der Familien schädigt und Scheidungen fördert. Nach dieser Logik ist die Fortsetzung der Ehe wichtiger als die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen.

Die 81 Artikel der Istanbul-Konvention verpflichtet zu folgenden Maßnahmen:

  • Unterstützung der Betroffenen durch Sozialdienste und Frauenhäuser.
  • Einführung strafrechtlicher Normen und konsequenter Sanktionierung der Gewalttaten sowie Kontakt- und Näherungsverbote.
  • Erlass von eigenständigen Aufenthaltstiteln in Asylverfahren für Gewaltopfer.
  • Sensibilisierung der Gesellschaft zum Thema (geschlechtsspezifische) Gewalt als Gewaltpräventionsmaßnahme.

Die Konvention zielt damit zugleich auf die Stärkung der Gleichstellung von Mann und Frau und des Rechts von Frauen auf ein gewaltfreies Leben.

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat 2020 einen Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht. 

In diesem beleuchtet der Juristinnenbund besonders dringenden Umsetzungsbedarf im Hinblick auf die Vorgaben der Konvention. 

Anlass des Berichts ist die anstehende Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben der Konvention in Deutschland durch das Expertinnen und Experten-Gremium zur Überwachung der Umsetzung der Istanbul-Konvention durch die Vertragsstaaten (GREVIO). 

GREVIO (= Expertinnen- und Expertengruppe zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen & häusliche Gewalt)

Die Expertengruppe zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (=GREVIO) ist ein unabhängiges Menschenrechtsüberwachungsgremium, das die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (= Istanbul Konvention) durch die Vertragsstaaten des Übereinkommens überwacht.

Sie setzt sich aus 15 unabhängigen und unparteiischen Sachverständigen zusammen, die aufgrund ihres anerkannten Fachwissens in den Bereichen Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, Gewalt gegen Frauen und/oder Unterstützung und Schutz der Opfer ernannt werden.

Satzungsgemäße Aufgaben der GREVIO:

  • Länderspezifische Überwachung der Istanbul-Konvention (Evaluierungsverfahren),

  • die Einleitung von Untersuchungen zu bestimmten Sachverhalten innerhalb einer Vertragspartei der Konvention (Untersuchungsverfahren)

  • und die Annahme allgemeiner Empfehlungen zu Themen und Konzepten der Konvention.

Erster GREVIO Bericht für Deutschland 2022 (Zusammenfassung)

Der erste GREVIO Bericht enthält eine Bewertung der von den deutschen Behörden ergriffenen Maßnahmen zur Umsetzung aller Aspekte des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (im Folgenden als "Istanbul-Konvention" oder "das Übereinkommen" bezeichnet).

Die Ergebnisse von GREVIO basieren auf den Informationen, die im Zuge der verschiedenen Schritte des ersten Bewertungsverfahrens (Baseline) gemäß Artikel 68 des Übereinkommens
gewonnen wurden. Diese umfassen schriftliche Berichte: einen Staatenbericht der deutschen Behörden und zusätzliche Informationen von Einrichtungen (ein Verzeichnis der Stellen und Einrichtungen, mit denen GREVIO in Kontakt stand, befindet sich in Anlage II des Berichts).

Der erste Grevio Bericht bewertet die vielfältigen Maßnahmen der deutschen Behörden im Bereich der Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt: 

Erreichtes laut GREVIO
Optimierungsbedarf laut GREVIO

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Informationen, Erläuterungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Website www.de-mail.de des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Über Ihre konkreten Möglichkeiten, De-Mail für die Kommunikation mit Unternehmen und Behörden zu nutzen, informiert Sie www.de-mail.info.