Service

Istanbul-Konvention

Am 1. Februar 2018  trat das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die so genannte Istanbul-Konvention, für Deutschland in Kraft.

Mit Inkrafttreten des Übereinkommens verpflichtet sich Deutschland auf allen staatlichen Ebenen, alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Gewalt zu verhindern.

Die 81 Artikel der Istanbul-Konvention enthalten umfassende Verpflichtungen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, zum Schutz der Opfer und zur Bestrafung der Täter und Täterinnen.

Die Konvention zielt damit zugleich auf die Stärkung der Gleichstellung von Mann und Frau und des Rechts von Frauen auf ein gewaltfreies Leben.

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat 2020 einen Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland veröffentlicht.

In diesem beleuchtet der Juristinnenbund besonders dringenden Umsetzungsbedarf im Hinblick auf die Vorgaben der Konvention.

Anlass des Berichts ist die anstehende Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben der Konvention in Deutschland durch das Expert*innen-Gremium zur Überwachung der Umsetzung der Istanbul-Konvention durch die Vertragsstaaten (GREVIO). 

Hilfetelefon (08000 116 016)

Das Hilfetelefon - Unterstützung für Frauen in Not!

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei erreichbar: Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet Betroffenen erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" startete im März 2013 und ist das erste 24-Stunden-Beratungsangebot für Deutschland, das unter der Nummer 08000 116 016 und per Online-Beratung vertraulich und kostenfrei Hilfe und Unterstützung bietet – an 365 Tagen, rund um die Uhr, anonym, mehrsprachig und barrierefrei. 

Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe.

Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen.

Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Hilfetelefon - Evaluationsbericht (=Sammlung, Analyse, Interpretation)

Der Evaluationsbericht untersucht die Wirksamkeit des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“, ob es seine nach dem Hilfetelefongesetz übertragenen Aufgaben wahrnimmt. Hierbei werden unter anderem die Fragen beantwortet, ob alle Zielgruppen erreicht werden und wie sich die Inanspruchnahme des Hilfetelefons entwickelt hat. Ferner wird beleuchtet inwieweit das niedrigschwellige Erstberatungsangebot angenommen und das Hilfetelefon seiner Lotsenfunktion ins Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen gerecht wird.