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Gendergerechte Sprache

Die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter ist für eine erfolgreiche Gleichstellung von unerlässlicher Bedeutung. Trotzdem sind im Alltag nach wie vor viele Texte im generischen Maskulinum gehalten.

Frauen werden in Texten nicht erwähnt und bleiben dadurch in der Vorstellungskraft der lesenden Menschen unsichtbar.

Deshalb genügt es nicht, Frauen in Texten einfach nur "mitzumeinen".

Ziel muss es sein, Frauen und Männer gleichermaßen anzusprechen und die Frauen grundsätzlich sprachlich sichtbar zu machen. Eine geschlechtergerechte Sprache ist dabei weder umständlich noch unnötig lang, wenn die richtigen sprachlichen Strategien verfolgt werden.

Natürlich bedarf es aber der Bereitschaft, sich von ein paar bestehenden Formulierungsgewohnheiten zu verabschieden und mit der Sprache bewusst und kreativ umzugehen.

Vermeiden Sie sprachliche Formulierungen, die traditionelle Rollenklischees oder Stereotypen bedienen, bzw. verwenden Sie sie nicht unhinterfragt (z.B. Ausdrücke wie "Milchmädchenrechnung", das "starke Geschlecht" etc.).

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.”

 

Genderwörterbuch

Das Genderwörterbuch dient als Inspiration wie Sie geschickt gendern können.

Die alternativen gendergerechten Begriffe können in vielen Kontexten eins zu eins eingesetzt werden, in manchen passen sie eher weniger, manchmal haben die Begriffe leicht andere Konnotationen und ab und zu ist die Paarform die einzige Möglichkeit gendergerecht zu formulieren.

Was heißt eigentlich "gendern"?"

"Gender" heißt "Geschlecht", meint aber nicht das biologische Geschlecht sondern die soziale Geschlechterrolle.

Gender geht davon aus, dass Geschlechtlichkeit, Männlichkeit, Weiblichkeit in gesellschaftlichen Zusammenhängen konstruiert wird. Durch unser Handeln, durch unsere Sprache, durch unsere Erwartungen, definieren wir Geschlecht und weisen Frauen und Männern bestimmte Sphären und Rollen zu. Durch Sozialisation, Erziehung, aber auch durch prägende Strukturen werden diese Zuweisungen dann von Individuen als weibliche oder männliche Identität übernommen.

So geprägte Identitäten und Rollen sind für Menschen nachteilig, weil sie einerseits einengen und Entfaltung verhindern, andererseits die Chancen ungleich und unfair verteilen.