Service

Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)


Der Verband der alleinerziehenden Mütter und Väter (VAMV) vertritt die Interessen von über zwei Millionen Einelternfamilien in Deutschland!

Er nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung und informiert Alleinerziehende, die Öffentlichkeit und die Fachwelt über die Situation der Einelternfamilien.

Der VAMV bietet Beratung, Informationen und gemeinsame Freizeitangebote mit Kindern.

Er arbeitet auf der Basis Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Mitglieder bringen sich je nach ihren persönlichen Möglichkeiten ein.

Der VAMV organisiert sich auf Orts-, Landes-und Bundesverbandsebene und ist Mitglied im PARITÄTISCHEN S.-H. und Landesfrauenrat.

Der VAMV Landesverband Schleswig-Holstein bietet persönliche und telefonische Beratungen zu folgenden Themenbereichen an:

  • Unterhalt, Unterhaltsvorschuss
  • Umgangsrecht, Umgangsvereinbarungen
  • Sorgerecht
  • ALG I, ALG II, Wohngeld
  • Kindeswohl
  • Weitere Fragen rund um das Thema Trennung

Diese Beratung steht Müttern und Vätern zur Verfügung, entweder einzeln oder auch gemeinsam, sowohl vor, während als auch nach der Trennung.

Für Ratsuchende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können die Beratungen auch in englischer Sprache oder mithilfe eines mitgebrachten Dolmetschers durchgeführt werden.

Zusätzlich wird seit Juli 2017 Mediation für Eltern vor, während und nach der Trennung angeboten.

Außerdem findet einmal monatlich die Rechtsberatung mit vorheriger Anmeldung durch eine Familienrechtsanwältin statt.

die-alleinerziehenden.de

Das Internetportal die-alleinerziehenden.de umfasst Artikel, eine Community, Portraits und einen Blog rund um die Themen alleinerziehender Mütter und Väter.

Unterhaltsvorschuss


Die Broschüre "Der Unterhaltsvorschuss" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (9. Auflage, Stand 08/2017) ist eine Hilfe für Alleinerziehende und ihre Kinder.

Seit dem 1.7.2017 wird der Unterhaltsvorschuss dauerhaft und ohne Altersbeschränkung gezahlt!

Viele Mütter und Väter haben auf dieses Gesetz gewartet und es vehement gefordert.

Jetzt können sie sicher sein: Der Unterhaltsvorschuss wird weiter gezahlt.

Düsseldorfer Tabelle (Stand 1.1.2018)

Zum 1. Januar 2018 wurde die Düsseldorfer Tabelle geändert.

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Unterhaltsleitlinie des Oberlandesgerichtes Düsseldorf in Abstimmung mit den anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag.

Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder wird ab diesem Zeitpunkt angehoben. Diese Anhebung beruht auf einer Entscheidung des Gesetzgebers in der „Ersten Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung“ vom 28. September 2017. Der Mindestunterhalt beträgt danach ab dem 1. Januar 2018 für Kinder der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 348 Euro statt bisher 342 Euro, für Kinder der zweiten Altersstufe (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) 399 Euro statt bisher 393 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 467 Euro statt bisher 460 Euro. 

Diese Erhöhung des Mindestunterhalts führt zugleich zu einer Änderung der Bedarfssätze der 2. bis 10. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle. Sie werden wie in der Vergangenheit in der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils 5 % und in der 6. bis 10. Einkommensgruppe um jeweils 8 % des Mindestunterhalts angehoben. Demgegenüber bleibt die Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich des Bedarfs volljähriger Kinder in 2018 unverändert, um eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zu dem Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen zu vermeiden.

Auf den Bedarf des Kindes ist nach § 1612 b BGB das Kindergeld anzurechnen. Dieses beträgt ab dem 1. Januar 2018 für ein erstes und zweites Kind 194 Euro, für ein drittes Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhaltsbedarf anzurechnen.

Erstmals seit 2008 werden auch die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle beginnt daher ab dem 1. Januar 2018 mit einem bereinigten Nettoeinkommen von „bis 1.900,00 Euro“ statt bisher „bis 1.500,00 Euro“ und endet mit „bis 5.500,00 Euro“ statt bisher „bis 5.100,00 Euro“. Auch der sogenannte Bedarfskontrollbetrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den Unterhaltsberechtigten gewährleisten soll, steigt im Jahre 2018 an. In der ersten Einkommensgruppe entspricht der Bedarfskontrollbetrag dem notwendigen Selbstbehalt. Er wird in der zweiten Einkommensgruppe von bisher 1.180,00 Euro auf 1.300,00 Euro angehoben. In den folgenden Einkommensgruppen steigt der Bedarfskontrollbetrag wie bisher um jeweils 100 Euro. 

Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich von 90 Euro auf 100 Euro. 

Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle 2018 gegenüber 2017 unverändert.

Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle wird voraussichtlich zum 01.01.2019 erfolgen.

Abbildung Schriftzug Düsseldorfer Tabelle